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Mỹ Sơn: Das „heilige Land“ des Champa-Königsreichs

Die Ruinen der Tempelstadt Mỹ Sơn, seit 1998 UNESCO Weltkulturerbe, liegen im Unterschied zu anderen Chăm-Stätten in einer Talsenke und sind in Tempelgruppen angeordnet. Mỹ Sơn war der größte Tempelkomplex Champas – vor dem markanten Profil der Bergkuppe Hon Quap („Katzenzahn“) und umgeben von üppiger Natur, verspürt man selbst heute noch den mystischen Reiz des kulturellen und sakralen Zentrum der Chăm.

Die Gründung des Shiva geweihten Heiligtums wird König Bhadravarman zugeschrieben, dessen politisches Zentrum sich im 4. Jh. Auf dem Gebiet des heutigen Trà Kiệu befand. Die meisten Gebäude der Tempelgruppen, bestehend aus Kalan, Mandapa (Kulthalle), Bibliothek und Nebenhäusern, sind nach Osten ausgerichtet. In den Tempeltürmen (Kalan, den hinduistischen Weltenberg Mehru und Wohnsitz der Götter symbolisiernd) befand sich das Heiligtum mit dem Symbol Shivas, dem Lingam, oder mit Darstellungen des Gottkönigs Bhadresvara. Im Mittelpunkt der Kulthandlungen standen Waschungen, bei denen heiliges Wasser über Lingam und Yoni gegossen wurde.

Von rund 70 Bauwerken aus fast allen Epochen Champas, die französische Archäologen Anfang des 20. Jhs. Entdecken, (und in Gruppen A-H einteilten), sind heute nur mehr die Überreste von knapp 20 erhalten. Das abgelegene Dschungelgebiet wurde 1968 von der US-Luftwaffe zur free fire zone erklärt und zu einem der meistbombardierten Ziele Zentralvietnams. Einschüsse und Bombentrichter sind z.T. noch sichtbar.

Anlage

Die Anlage von Mỹ Sơn liegt in einem von Hügeln umgebenen Flußtal und besteht aus zehn Hauptgruppen, die von Archäologen mit Buchstaben benannt und mit Zahlen weiter unterteilt sind. Sehenswert sind die zwei nebeneinander liegenden Tempelanlagen B und C (ursprünglich quadratische Gebäude). Anlage B ist die größere. Obwohl nur die Grundmauern des Hauptteils erhalten sind, befinden sich die Nebengebäude in relativ gutem Zustand.
Mỹ Sơn liegt etwa 60km südlich von Đà Nẵng und westlich von Trà Kiệu. Der Ort ist über eine schlechte Straße schwer zu erreichen. Bei Trà Kiệu lag das frühere Singhapura (Löwenzitadelle), die Chăm-Hauptstadt vom 4.-8. Jh. Heute sind nur noch Reste der alten Schutzmauern erhalten. Etwa 20 Km von Mỹ Sơn entfernt liegt Đồng Dương. Hier befand sich früher Indrapura, die Chăm-Hauptstadt vom 9.-10. Jh., und ein wichtiges buddhistisches Kloster aus dem späten 9. Jh.

Geschichte

Mỹ Sơn war zwischen dem 4. und 13. jh. Religiöser und kultureller Mittelpunkt Champas und überlebte damit ungleich länger als fast alle anderen bedeutenden Kultstätten Südostasiens. Aus der Frühzeit Mỹ Sơns sind keine Überreste erhalten, da die Chăm bis zum 7.Jh. ausschließlich Holz und Lehm als Baumaterialien verwendeten. Erst aus der Zeit König Prakasadharmas (653 bis ca. 686), unter dessen herrschaft Mỹ Sơn erweitert wurde, sind erste Zeugnisse überliefert: massige und doch zugleich leicht wirkende Backsteinbauten mit verzierten Giebeln und Reliefs aus Sandstein, die deutlich indischen Einfluss erkennen lassen, aber auch bereits einen eigenständigen Stil hervorgebracht haben. Im 11. Jh. Entwickelten Harivarman IV. und seine Nachfolger nochmals eine rege Bautätigkeit, die mit internationaler Hilfe wieder instandgesetzt. Die „Freunde der Chăm-Kultur“ (Stuttgart) unterstützen das Projekt. In zwei umfunktionierten Hallen (Mandapa) sind einige Fundstücke (Friese, Statuen, Teile von Altären usf.) ausgestellt, wertvollere und interessantere Funde zeigt das sehenswerte Chăm-Museum in Đà Nẵng.
Die Tempelstadt von Mỹ Sơn

My Son Heiligtürmer 01
 

My Son Heiligtürmer 02

My Son Heiligtürmer 03

Chăm-Ruinen, Mỹ Sơn Heiligtürmer

Das „heilige Land“ des Champa-Königsreichs zählt zu den Welterbestätten der UNESCO und diente einst als bedeutender Pilgerort, geistiges Zentrum sowie letzte Ruhestätte der Könige. Die Ruinen in Mỹ Sơn haben nicht nur den Niedergang ihrer Erbauer überdauert, sondern auch Jahrhunderte voller Plünderungen, Kriege und Vernachlässigung. Noch heute haftet ihnen etwas von der früherer Pracht an. Debra Herrmann, LP Mitarbeiterin

Drei Tänzerinnen

(Quelle: KV, RNH, Cham Museum Danang)
 

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