Vietnam Reisen und Myanmar, Kambodscha, Laos

Vietnam - Land und Leute

Außenhandel

Das Außenhandelsvolumen hat sich in den letzten acht Jahren etwa vervierfacht. Im Jahre 2001 betrugen die gesamten Importe etwa 14 Milliarden Dollar und die Exporte etwa 15 Milliarden Dollar. Trotz des nach wie vor kommunistischen Regierungssystems hat die vietnamesische Volkwirtschaft einen Offenheitsgrad erreicht, der etwa dem Thailands entspricht.

Vietnam ist ein Ölexporteur, etwa 20% seiner Exporte sind Rohöl. Zu den zweitwichtigsten Exportprodukten zählen Güter der Leichtindustrie, wie etwa Textilien oder Schuhe. Unter den landwirtschaftlichen Produkten sind Reis und Kaffee die wichtigsten; nachdem es vor Đổi Mới (Wirtschaftserneuerung) Hungersnöten gegeben hatte, ist Vietnam heute der weltweit zweitgrößte Reisexporteur. Die Handelspartner sind traditionell die asiatischen Staaten, wobei Japan und Singapur die wichtigsten Zielländer der Exporte darstellen. Vietnam gewinnt aber auch in den Überseemärkten (Europa, USA) Anteile und macht hier zunehmend anderen asiatischen Ländern Konkurrenz. Das jährige Exportwachstum ist nach wie vor zweistellig, obwohl es schon auf die Hälfte der Werte aus den 1990er Jahren zurückgegangen ist.


Die Importe wachsen etwa gleich schnell wie die Exporte. Importe werden vor allem Treibstoffe, Maschinen, Fahrzeuge und Rohstoffe für Leichtindustrie. Jene Märkte, in denen unrentable Staatsbetriebe dominieren, werden durch hohe Zölle geschützt. Hauptlieferanten sind Japan, Taiwan, Korea und die USA.

 

(Auszug aus lonely planet deutsche Aufgabe 2007)

 


Außenpolitik

Während des Vietnamkrieges und danach war Vietnam in Südostasien weitgehend isoliert. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhängt und drängten auch andere Staaten, Vietnam zu boykottieren. Speziell nach dem Einmarsch in Kamboscha waren auch die Beziehungen zur Volksrepublik China so gespannt, dass an der vietnamesisch-chinesischen Grenze ein Krieg ausbrach. Vietnam intergrierte sich deshalb sehr stark in den RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe). Aus der Isolierung kam das Land erst nach dem Rückzug aus Kambodscha heraus.


In den 1990er Jahren entspannten sich die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten. Im Jahre 1991 nahm das Land wieder diplomatische Beziehungen zu China auf. Die USA hoben ihr Embargo gegen Vietnam auf und so wurde der Beitritt zur Weltbank, dem internationalen Währungsfonds und zur asiatischen Entwicklungsbank möglich. Im Juli 1995 trat Vietnam der ASEAN bei, 1998 dem APEC. Vietnam ist jedoch noch nicht Mitglied der WTO, hat aber einen Beobachterstatus und einen Mitgliedsantrag gestellt.


Grenzstreitigkeiten gibt es mit einer Reihe von Staaten um die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Sie liegen in einem Gebiet, in dem Erdöl vermutet wird.

 

(Auszug aus lonely planet deutsche Aufgabe 2007)

 


Tourismus

In Europa wird Vietnam eher mit Vietnamkrieg, Kommunismus und Armut assoziiert und zählt deshalb nicht zu den klassischen Urlaubsländern. Bis vor wenigen Jahren wurde Vietnam deshalb fast ausschließlich von Leuten besucht, die sich für die Kultur interessieren, Abendteuer erleben wollten oder mit dem Land nach dem Vietnamkrieg in der einen oder anderen Art emotional verbunden waren.

Seit etwa 1999 erlebt Vietnam jedoch einen Boom im Tourismus. Neben Studienreisenden kommen auch immer mehr Rucksack-, Pauschal- und Badetouristen, letztere vor allem aus anderen asiatischen Ländern. Dies beruht z.T. auf einem "Ausweich-Effekt", der mit der anhaltenden Gewalt und den Terroranschlägen auf den Philippinen und in Indonesien begründet ist, wohingegen Vietnam das Image eines friedlichen Landes mit niedriger Kriminalität hat. Mittlerweile fahren auch Kreuzfahrtschiffe einige vietnamesische Häfen an bzw. ankern vor der Küste und bieten Tagesausflüge nach Saigon, Nha Trang, Đà Nẵng oder Huế an.


In den letzten Jahren wurden in einigen Fischerdörfern eilig einige internationale Hotels und Resorts hochgezogen, Restaurants für Ausländer wurden eröffnet und der Aufbau einer touristischen Infrastruktur in Angriff genommen. Mehrere hunderttausend Menschen sind bereits im Tourismus beschäftigt.

(Auszug aus lonely planet deutsche Aufgabe 2007)


Geographie & Umwelt

Geographie

Vietnams Flächenausdehnung ist geringfügig kleiner als die von Deutschland. Das Land umfasst die weiten Ebenen des Flussdeltas vom Roten Fluss und Mekong, die gesamte östliche Festlandküste Südostasiens und Gebirgszüge sowie Hochebenen im Hinterland. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 1.650 km, die Ost-West-Breite bis zu 600 km, während die schmalste Stelle in Mittelvietnam nur 50 km beträgt. Die Küstenlinie hat eine Länge von über 3.400 km, auch die Landgrenzen zu den 3 Nachbarstaaten überschreiten wegen der langstreckten Form 3.000 km Gesamtlänge.

 

Image

Die Geographie Vietnams wird auch als "Bambusstange mit 2 Reisschalen" beschrieben: Im Norden und Süden zwei fruchtbare reisliefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Insgesamt ist Vietnam ein zu 3/4 von Bergen und Hochebenen geprägtes Land.

Das Delta des Roten Flusses

Wenige Kilometer westlich von Hanoi münden der Schwarze (Sông Đà) und der Klare Fluss (sông Lô) in den Roten Fluss (sông Hồng); von dieser Stelle breitet sich das Delta fächerförmig bis zum Golf von Tonkin aus. Hier sind die Kalksteinfelsen um Ninh Bình, südlich von Hà Nội und die HaLong-Bucht, östlich von Hà Nội gelegen, Touristenattraktionen.

Das Mekong DeltaImage

Mekong Delta ist eine fruchtbare, dichtbesiedelte Schwemmland-Ebene, an deren nordöstlichem Rand die Millionenstadt, Ho Chi Minh Stadt, liegt. Das mit Abstand größte und ertragreichste Reisanbaugebiet ihres Landes erschlossen die Vietnamesen erst im 18. und 19. Jahrhundert, nicht lange bevor die Franzosen sich seiner bemächtigten und anfingen, den Reis in alle Welt zu exportieren. 

 

Umwelt

Durch den Einsatz von Umweltgiften durch die USA während des Vietnamkrieges ist die vietnamesische Natur nachhaltig geschädigt worden. Vor allem der Einsatz von dioxinhaltigen Herbiziden wie Agent Orange, von dem die US-Luftwaffe etwa 50 Millionen Liter über dem Land versprühte, welches sich nur sehr langsam zersetzt und eine Halbwertszeit von etwa einem Jahrzehnt hat, zeigt in großen Landstrichen nach wie vor seine Wirkung. So wurden während des Krieges etwa die Hälfte der Mangrovensümpfe zerstört, die sich nicht selbst regenerieren können. Die entlaubten Hänge im Landesinneren können nach wie vor nicht aufgeforstet werden, denn es können sich nur sehr widerstandsfähige Gräser halten, die während der Trockenzeit sehr anfällig für Flächenbrände sind. In der Regenzeit kommt es in diesen Regionen daher zu extrem starker Erosion.
 


Deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen

 

Deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen

Die kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und Vietnam haben eine lange Tradition. Bereits 1955 sind die ersten jungen Vietnamesen - die "Moritzburger" - zu einem Gastaufenthalt nach Deutschland gereist. Heute zählen wir über 80.000 Vietnamesen, die in Deutschland gearbeitet oder studiert haben, Land und Leute und die deutsche Kultur kennen.

Unser Ziel ist, das Interesse dieser Deutschland-Kenner zu bewahren sowie die jüngere Generation für Deutschland zu interessieren. 1999 hat das Goethe Institut (GI) in Hanoi seine Arbeit aufgenommen. Das Institut setzt sich sowohl für die Vermittlung eines modernen Deutschlandbildes und deutscher Kunst und Kultur wie für das Erlernen der deutschen Sprache ein. Seit 2003 ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit einer Außenstelle in Hanoi vertreten. Sowohl das GI als auch der DAAD sind neben Hanoi auch in Ho-Chi-Minh-Stadt präsent und bieten Teilnehmern des „kulturweit“- Programms des Auswärtigen Amts interessante Einsatzmöglichkeiten.
Zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen, angefangen bei Fotografien über Filmfestivals bis hin zu Musik-, Theater- und Ballettaufführungen haben dazu beigetragen, dass vielen Vietnamesen "Kunst aus Deutschland" heute gut bekannt ist. Dazu gehört nicht nur die klassische Musik von Bach oder Beethoven, sondern auch die Moderne, verbunden mit Namen wie Joseph Beuys, Pina Bausch, Rainer Werner Fassbinder, Sascha Waltz oder Nobelpreisträger Günther Grass.
Das von den Regierungschefs beider Länder beschlossene und unter der Schirmherrschaft der beiden Staatspräsidenten stehende „Deutschlandjahr in Vietnam 2010“ zeigte die ganze Bandbreite unserer bilateralen Beziehungen mit rund 60 Veranstaltungen, v.a. im Kulturbereich.
Deutschland ist für viele vietnamesische Studenten ein attraktiver Studienstandort. Gegenwärtig studieren etwa 3500 Vietnamesen an deutschen Hochschulen. Besonders beliebte Studiengänge sind Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Der akademische Austausch wird durch die Zusammenarbeit des BMBF und des DAAD mit den vietnamesischen Erziehungs- und dem Forschungsministerien unterstützt, die mit einem ausgedehnten Stipendienprogramm einen zusätzlichen Anreiz für einen Studienaufenthalt in Deutschland schaffen. Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist in Vietnam aktiv. Die Alexander-von-Humboldt (AvH) Stiftung hat mittlerweile über 50 vietnamesische AvH-Stipendiaten gefördert. Insgesamt gibt es über 50 Hochschulpartnerschaften zwischen Universitäten und Deutschland und in Vietnam. Ein Leuchtturmprojekt der bilateralen Hochschulzusammenarbeit ist die 2008 gegründete „Vietnamese-German-University“ (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt. Sie wird vom BMBF, dem DAAD und dem Bundesland Hessen unterstützt.
Die Bundesregierung unterstützt Vietnam auch im Rahmen ihres Kulturerhalt-Programmes. Nach der Restaurierung der But-Thap-Pagode 1999 folgten 2003 der Bau eines Minderheitenhaus im Ethnologiemuseum Hanoi und die Restaurierung von Fresken im An Dinh – Palais in Hue. Die Arbeiten dort wurden im Herbst 2008 abgeschlossen. Aktuelle Projekte sind die Restaurierung des Eingangstors zur Grabstätte des Kaisers „Tu Duc“ in Hue und des historischen Dorfkerns in „Tran Dang“ (bei Hanoi). Im Amtsbezirk des Generalkonsulats Ho-Chi-Minh-Stadt wurde die Restaurierung eines historischen Turms aus der „Cham“-Kultur gefördert.
Das Goethe Institut und das Vietnamesisch-Deutsche Zentrum (Außenstelle des DAAD in Hanoi ist dort ansässig) bieten verschiedene Kurse an, um die deutsche Sprache zu erlernen. Das Angebot reicht von Einführungsveranstaltungen bis zur Oberstufe. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) unterstützt seit 2008 den Deutschunterricht im Schulbereich, insbesondere auch mit entsandten deutschen Lehrkräften. Die erste Deutsche Auslandsschule in Vietnam hat 2009 in Ho-Chi-Minh-Stadt ihren Betrieb aufgenommen.
Aktuelle Informationen über Deutschland bietet die Bibliothek des Goethe Instituts. Das Deutsche Welle – Fernsehen ist ebenfalls in Vietnam zu empfangen.
Seit Herbst 2009 ist ein Leichtathletik-Experte des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Rahmen eines Langzeitprojektes in Vietnam aktiv. Das Langzeitprojekt, das auf mehreren Kurzzeitprojekten im Leichtathletikbereich aufbauen kann, soll die Arbeit des Vietnamesischen Leichtathletik Verbandes unterstützen.
(Quelle: Hanoi Diplo)

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