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Vietnam: Regierung und Politik

Das erste Mal ausgerufen wurde die Unabhängigkeit und mit ihr die demokratische Republik Vietnam Ende des 2. Weltkriegs am 2. September 1945 von Hồ Chí Minh. Russland und China erkannten die Republik offiziell an, die Regierungen des Westens hingegen nicht. Es folgten 30 Jahre Freiheitskampf im französischen und amerikanischen Krieg. Nach der Wiedervereinigung 1975 wurde am 2. Juli 1976 die Cộng Hòa Xã Hội Chủ Nghĩa Việt Nam, die Sozialistische Republik Vietnam, proklamiert. Diese Republik ist international anerkannt und wird als unabhängiger sozialistischer Einparteistaat regiert.

Die Kommunistische Partei Vietnams (KPV)

Am 3. Februar 1930 wurde die KPV unter dem Namen „Kommunistische Partei Indochina“ gegründet. Die Partei leitete unter ihrem Anführer Hồ Chí Minh erfolgreich die Augustrevolution 1945 und führte das Land in die Unabhängigkeit. Nach weiteren neun Jahren Kampf gegen Frankreich konnte sie sich im Norden des Landes unter dem Namen PWV „Partei der Werktätigen Vietnams“ als politische Macht etablieren und regierte den Norden sozialistisch. Die Partei setzte ihren Kampf für die Vereinigung der beiden Landesteile fort und kämpfte gegen die USA und das Marionettenregime im Süden.

Nach der Wiedervereinigung 1976 wurde sie in „Kommunistische Partei Vietnams“ umbenannt. 1986 setzte sie sich mit Đổi Mới (Wirtschaftsreformen) das Ziel, den Zusammenbruch des Sozialismus zu verhindern. Während dieser in den Bruderstaaten der Welt nicht aufzuhalten scheint, sucht die KPV ihren eigenen Weg. Heute hat sie etwa 3,6 Mill. Mitglieder (2011), versteht sich als Vertreter aller Arbeiter und führt das Land in marxistisch-leninstischer Tradition.

Hồ Chí Minh: Der Onkel der Nation

Bác Hồ, „Onkel Hồ“, so nennen ihn die Vietnamesen, und der Spitzname verdeutlicht, wie nah ihnen dieser mythische Mann steht; Hồ Chí Minh war schon zu Lebzeiten eine Legende, und noch heute hat er für die meisten Vietnamesen den Stellenwert eines hoch verehren Familienmitglieds.
Hồ Chí Minh wurde unter dem Namen Nguyễn Sinh Cung im Dorf Hoàng Trù (Heimat der Mutter) als Sohn des konfuzianischen Gelehrten Nguyễn Sinh Sắc geboren; als Geburtsdatum gilt der 19.05.1890.

Der Vater war ein Intellektueller, der die französische Kolonialherrschaft ebenso ablehnte wie eine Auflehnung dagegen – er war ganz dem Konfuzianismus ergeben, der Aufstand gegen die Obrigkeit ablehnt. Immerhin zog er ein einfaches Leben als Dorflehrer einer Laufbahn in der Bürokratie vor. Die späterer Karriere seines Sohnes als Revolutionär lehnte er ab.

Schon in jungen Jahren zeigte der spätere Kommunistenführer Abneigung gegen die Kolonialherrschaft der Franzosen. In Huế besuchte er dennoch eine französiche Schule und lernte die Sprache der fremden Herrschaft. Bei einer Bauern-Demonstration gegen die schlechten Lebensumstände wollte er sich als Dolmetscher nützlich machen – doch die Demonstration endete im Kugelhagel französiscer Soldaten, und der junge Student wurde als ein Anführer der Schule verwiesen. Er zog nach Sài Gòn, nannte sich fortan Nguyễn Tất Thành und heuerte schließlich 1911 auf der La Touche Treville an, einem Dampfer mit Ziel Marseille. In Frankreich wollte er seine Unterdrücker besser kennen und verstehen lernen.
In den folgenden Jahren zog es ihn dann weiter um die Welt, unter andrem nach New York und London, wo er als Küchenhilfe im Carlton Hotel arbeitete. Viel ist über diese Jahre nicht bekannt – er begann, weitere Pseudonyme zu benutzen. Vermutlich 1917 kehrte er nach Frankreich zurück und begann sich stärker politisch zu engagieren. Er schloss sich der Sozialistischen Partei Frankreichs an und veröffentlichte eine Petition, mit der er für eine größere politische Unabhängigkeit Vietnams von Frankreich eintrat. Er reichte sie bei der Versailler Friedenskonferenz ein, fand jedoch keine Beachtung. Immerhin begleitete ihn der Name, mit dem er die Petition unterzeichnete, für die nächsten drei Jahrzehnte: Nguyễn Ái Quốc, „Nguyễn der Patriot“. Er wirkte noch einiger Jahre in Paris und veröffentlichte verschiedene Schriften, ohne viel bewegen zu können. 1923 folgte er einer Einladung nach Moskau und began an der Universität der Werktätigen des Ostens politische Strategie zu studieren. Daraufhin begann eine 20 Jahre dauernde Zeit als umherreisender Organisator kommunistischer Zellen in China und Südostasien. Unter anderem bildete er vietnamesische Exilanten aus, das Heimatland zu unterwandern und Angriffe zu organisieren. Frankreich verurteilte ihn daraufhin 1929 in Abwesenheit zum Tode. 1930 gründete der weiter unter unzähligen Decknamen Reisende in Hong Kong die Kommunistische Partei Indochinas, die heutige Kommunistische Partei Vietnams.

1941 kehrte der Revolutionär in sein Heimatland zurück. Er pendelte zwischen Norvietnam und Südchina und legte gemeinsam mit Võ Nguyên Giáp den Grundstein für die Việt Minh, eine schlagkräftige Rebellengruppe, die erfolgreiche militärische Aktionen gegen die japanischen Besatzungstruppen führte. Damals arbeitet er auch mit dem amerikanischen Geheimdienst OSS zusammen, aus dem später die CIA hervorgehen sollte. 1945 verlas er vor einer jubelnden Menge die Unabhängigkeitserklärung Vietnams, die eng an die amerikanische Unabhängigkeitserklärung angelehnt ist, und wurde wenig später zum Präsidenten gewählt.

Doch die Franzosen wollten ihre alte Kolonie nicht aufgeben und beanspruchten selbst die Herrschaft. So folgten weitere Jahre des Kampfes, nbis die geschlagenen Kolonialherren eine Million Tote später im Jahre 1954 nach der Niederlage von Điện Biên Phủ endgültig das Feld räumen mussten. Hồ Chí Minh war nun auch international anerkannt Präsident der „Demokratischen Republik Nordvietnam“. Das Land wurde auf der Genfer Konferenz vorläufig entlang des 17. Breitengrades geteilt; nach zwei Jahren sollten Wahlen im ganzen Land abgehalten werden. Dieses Versprechen wurde jedoch nicht eingehalten: Das Regime von Südvietnam, von den USA als Bollwerk gegen den Kommunismus gestärkt und gestützt, blockierte jeden weiteren Versuch einer Einigung. Ansonsten wäre der populäre Hồ wohl Präsident des ganzen Landes geworden. Doch so sollte es sein Schicksal sein, bis zu seinem Toden den Befreiungskampf für ein vereintes Vietnam weiterzuführen; allerdings nicht als Kommandant im Feld, sondern als Stratege in der Hauptstadt Hà Nội. Als er am 2. September 1969 von der Bühne des Lebens abtrat, war sein Ziel noch nicht erreicht – die endgültige Erfüllung seines Traums durfte er nicht mehr miterleben. Seine irdischen Überreste ruhen heute in einem großen Mausoleum in Hà Nội – entgegen seinem Wunsch, verbrannt und in alle vier Winde verstreut zu werden. Zu Hunderttausenden pilgern die Vietnamesen an der Mumie vorbei, und ein Besuch dort stellt ein sehr wichtiges, denkwürdiges Erlebnis für sie dar. So kommt es, dass auch der Reisende unterwegs manchmal gefragt wird: Du warst in Hà Nội? – Hast du Onkel Hồ besucht?“
(Quelle: SL)

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