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Vietnamesische Feste

Die meisten vietnamesischen Feste haben chinesischen Ursprung. Im Laufe der Zeit bekamen diese Feste aber eine typische vietnamesische Note. Daneben gibt es eine Reihe von Festen, die von den ethnischen Minderheiten begangen werden.


Das wichtigste Fest des ganzen Jahres ist Tet, das chinesische Neujahrsfest, welches meist eine ganze Woche vom letzten Tag des Mondkalenders ab dauert. Ein weiteres wichtiges Fest ist "Thanh Minh", der Tag der wandernden Seelen, welches in der Regel in August (nach dem westlichen Kalender) fällt. Hier werden den Seelen der Toten Kleidung und Speisen angeboten, und die Gräber werden gesäubert. An "Trung Thu", dem Mittherbstfest, werden Drachentänze aufgeführt, der runde Mond bewundert und spezielle Kuchen gegessen. Weihnachten ist seit neuestem ein allgemeiner Feiertag, er wird aber nur von der christlichen Minderheit wirklich gefeiert.




Mehr über das Tet Fest

 ImageDas Tet- oder Neujahrsfest ist die Festlichkeit des Jahres, ähnlich dem Weihnachtsfest in Europa und markiert zugleich den ersten Tag des neuen Mondjahres wie den Beginn des Frühlings. Ein Fest für sich sind schon die Vorbereitungen. Familienbesuche werden arrangiert, neue Kleider angeschafft, Schulden zurückgezahlt, das Haus entrümpelt, denn ein gründlicher Hausputz soll den Herdgeist Ông Táo günstig stimmen, wenn er am 23. Tag des letzten Monats auf einem Karpfen zum Himmel steigt, um dem Jadekaiser Bericht zu erstatten. Auch die traditionellen Tet-Speisen werden vorbereitet: bánh dày und bánh chưng, runde und viereckige, in Bananenblätter gehüllte Klebreiskuchen, die Himmel und Erde symbolisieren und mit Schweinefleisch, Ei und Bohnen gefüllt sind.

Spezielle Tet-Märkte bieten bunte Süßigkeiten, Kuchen, kandierte Früchte und Fruchtliköre dar. Die Preise steigen, der Verkehr nimmt zu, die Märkte quellen über. Am letzten Tag des alten Jahres besucht man die Gräber der Ahnen, die Opfer am Ahnenaltar sind dem Anlass entsprechend, mancherorts stellt man cây nêu vor den Häusern auf, die böse Dämonen fernhalten sollen und durch die Straßen tanzen farbenfrohe Papierdrachen. Seit Feuerwerkkörper verboten sind, entfällt die wilde Knallerei um Mitternacht, aber ein (Staats-) Feuerwerk findet schon statt.

Nach all den hektischen Aktivitäten verlaufen die eigentlichen Feiertage eher still, es sind die Tage der Familienbesuche und Geschenke, der Glückwünsche und opulenten Festmähler. Nicht Tet feiern sagt man in Vietnam sondern Tet essen (ăn Tết). Selbst wer das ganze Jahr über bescheiden leben musste, hält sich an das Sprichwort „Das ganze Jahr über hungrig, aber an Tet drei Tage lang voll“.


Dem ersten Tag des neuen Jahres wird besondere Bedeutung zugemessen: vom ersten Besucher soll Glück oder Unglück des kommenden Jahres abhängen, selbst Kleidung, Geschenke, Gesprächsthemen können als gute oder schlechte Omen angesehen werden. Kindern wird in roten Umschlägen happy money (lì xì) geschenkt, Freunde und Kollegen schauen vorbei, um ein Glas zu trinken und „chúc mừng năm mới“, ein gutes neues Jahr, zu wünschen.


Den Vietnamesen sind diese drei Tage sehr bedeutend. Sie entsprechen einerseits das Glück oder Unglück des kommenden Jahres, sind aber auch der Zeitraum, wo man nach einem hart gearbeiteten langen Jahr wieder nach Hause zurückkehrt und noch mal das Wohlfühlen seines Heims wieder haben kann. Egal wo er lebt, wo er arbeitet, wie viel er verdient oder wie wohl er sich in dem ganzen Jahr fühlt. Ein richtiger Vietnamese möchte immer die Möglichkeit haben für das neue Mondjahr zu seinem Heimatort zurückzukehren.


Für den Reisenden, der nicht die Gelegenheit hat, bei einer gastfreundlichen Familie eingeladen zu sein, kann dies unter Umständen eine sehr triste Zeit sein. Die zuvor so hektischen Straßen sind plötzlich ausgestorben, praktisch alle Geschäfte drei Tage lang geschlossen und die wenigen offenen Restaurants heillos überfüllt. Auch nach den eigentlichen Festtagen läuft der Alltag nur äußerst schleppend wieder an. Sämtliche Hotels, Flüge und Eisenbahnplätze für die Zeit vor, während und nach dem Fest sind seit langem ausgebucht.

(Auszug aus lonely planet deutsche Aufgabe 2007)

 

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