Vietnam Reisen und Myanmar, Kambodscha, Laos

Indochina Info

Was ist Indochina?

Der Begriff ist ein Erbe aus der Kolonialzeit. Man versuchte, den Bereich zwischen Indien und China zusammenzufassen, der kaum diverser sein könnte. In der Bezeichnung steckt jedoch ein wahrer Kern, denn chinesische und indische Einflüsse sind in ganz Südostasien deutlich sichtbar in der Mythologie, der Religion, der Philosophie und im Politikverständnis. Manchmal ist mit „Indochina“  nur  Vietnam, Laos und Kambodscha gemeint, denn hier steckte der Begriff im Namen des Kolonialstaats: Französisch-Indochina. (Auch unsere „Indochina“ Angebote führen nur durch diese drei Länder.)

Was war vor Indochina?

Das vorkoloniale Südostasien war davon geprägt, dass es viel fruchtbares Land gab, aber relativ wenige Menschen. Die Königshäuser kämpften weniger um Territorium, als um Bevölkerung. Politische Herrschaft hat sich also nicht wie in Europa entwickelt, wo es klare Staatsgrenzen gab, um die Herrschaft über das Land abzustecken. In vorkolonialen Südostasien war immer die Herrschaft über die Menschen entscheidend. Man spricht dabei vom „Mandala-System“, in dem die Macht abnahm, je weiter man von Zentrum entfernt war. (Mandala = Kreis auf Sanskrit, einer altindischen Sprache)

Die vorkoloniale Geschichte erklärt die reiche Vielfalt südostasiatischer Kulturen, die den Kontinent zu einem so beliebten Reiseziel machen.

Bildbeschreibung: die wichtigsten Mandalas in der Zeit vom 5. bis 15. Jahrhundert.
Grafik unter Creative Commons Lizenz. Gunkarta - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17644428

Kolonialzeit

Zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert wurden nahezu alle Gebiete von europäischen Mächten kolonialisiert. Einzig Thailand (vormals Siam) blieb unabhängig, weil es sich mit diplomatischem Geschick als Pufferzone zwischen den Briten und den Franzosen etablieren konnte.
In Myanmar (vormals Burma) und Malaysia herrschten die Briten, die mit ihrem „divide and rule“ die Gesellschaft entscheidend veränderten. Lokale Bevölkerung wurde in der Landwirtschaft eingesetzt, für die Administration holte man Inder ins Land und für wirtschaftliche Tätigkeiten Chinesen. Diese Aufteilung prägt die Länder noch heute. Die Niederländer fassten mehrere tausend Inseln zu „Niederländisch Indien“ zusammen, das heutige Indonesien. Die Franzosen besetzten Vietnam, Kambodscha und Laos und setzten überall Vietnamesen in der Kolonialverwaltung ein. Das erklärt, wieso es in Phnom Penh und Luang Prabang heute noch relativ viele vietnamesischstämmige Menschen gibt.

Unabhängigkeiten und Indochinakriege

Die Dekolonialisierung begann erst nach dem zweiten Weltkrieg und markiert die wahrscheinlich leidvollste Zeit Südostasiens. Am verheerendsten tobten die Unabhängigkeitskriege in Vietnam, Laos und Kambodscha.
Nachdem der 1. Indochinakrieg (1945-1955) gegen die Franzosen gewonnen war, griffen die US Amerikaner ein, weil sie eine Ausbreitung des Kommunismus fürchteten. Dieser 2. Indochinakrieg (1955-1975) ist uns als „Vietnamkrieg“ bekannt. Die Vietnamesen selbst nennen ihn – na klar - den „amerikanischen Krieg“. In dieser Zeit entstanden viele Tunnelsysteme, die heute noch besichtigt werden können. Vielerorts wurde das Leben an der Oberfläche unerträglich, denn die Amerikaner warfen ca. 7,6 Mio. Tonnen Bomben auf Vietnam, Kambodscha und Laos. Zum Vergleich: im gesamten zweiten Weltkrieg wurden nur ca. 2,1 Mio. Tonnen eingesetzt. Zwischen 2 und 5 Millionen Menschen verloren ihr Leben.
Doch auch mit dem Sieg über die Amerikaner war das Leid nicht beendet. In Kambodscha begannen die Roten Khmer eine Terrorherrschaft (1975-1979), die innerhalb von kürzester Zeit ca. einem Drittel der Bevölkerung das Leben kostete. Erst der Eingriff der Vietnamesen (3. Indochinakrieg 1978/1979) befreite das Land. Von den USA und anderen westlichen Ländern wurden die Roten Khmer bis in die 90er Jahre hinein als legitime Vertretung Kambodschas anerkannt und die Massenmörder behielten sogar ihren Sitz in der UN. Nach der Logik „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ wollte man die Regierung unter Hun Sen nicht anerkennen, die die Vietnamesen in Kambodscha eingesetzt hatten.
Unverständnis für die Situation der Vietnamesen, Laoten und Kambodschaner, sowie mangelnde interkulturelle Kommunikation bestimmten die Kriege. Es ging ihnen um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit - viele Vietnamesen waren sogar inspiriert von US Amerikanischen Freiheitsidealen, während die US Armee Bomben auf sie herabregnen ließ. Noch 1919 hatte Ho Chi Minh (unter dem Namen Nguyen Ai Quoc) als unbekannter junger Mann bei den Verhandlungen von Versailles um amerikanische Unterstützung gebeten, um die französische Kolonialherrschaft zu beenden. Rückblickend ist das Handeln der US Amerikaner nur schwer verständlich. Die Indochinakriege bleiben als Mahnmal der Geschichte und erinnert uns daran, wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Kommunikation sind, um künftige Kriege zu verhindern. Letztlich teilen alle Menschen das Streben nach Freiheit und Gleichberechtigung.

Der Aufschwung

Nach Jahrzehnten des Krieges konnte in den 80er Jahren endlich wieder an Aufbau gedacht werden. Bald vollzogen auch die staatssozialistischen Länder Südostasiens eine wirtschaftlichen Liberalisierung. Der neue Reichtum macht das Leben angenehmer, auch wenn nicht alle Menschen gleichermaßen davon profitieren. Die südostasiatischen Großstädte boomen mit ihren gläsernen Wolkenkratzern, komfortablen 5 Sterne Hotels, Museen und spannenden Kunstszenen. Trotz des Wandels bleibt vieles erhalten, wie zum Beispiel die typische Street Food Kultur.

Kultur, Religion, Sprache

Kaum eine Region ist so divers wie Südostasien. Das zeigt schon die Religiösität. Menschen Südostasiens glauben an Buddhismus, Islam, Naturreligionen, Hinduismus, Konfuzianismus, Christentum – und mischen gern Elemente verschiedener Glaubenssysteme. Doch die Vielfalt beschränkt sich nicht nur auf die Religion. Allein in Indonesien werden 500 ethnische Gruppen und mind. 250 Sprachen gezählt. Je nachdem, wie fein man die Abstufungen macht, gehen die Angaben sogar in die Tausende. Selbst bei einer groben Einteilung in Sprachfamilien wirkt eine Karte Südostasiens wie der reinste Flickenteppich.
Dabei hat jede Gruppe selbstverständlich eigene kulinarische Spezialitäten, kulturelle Praktiken und traditionelle Kunst.
Kein Wunder, dass viele Reisende immer wieder kommen. Südostasien hält immer wieder neue Facetten für Sie bereit!

Ihre Traumreise

In Südostasien ist für jede und jeden etwas dabei. Kontaktieren Sie uns gerne, schildern Sie Ihre persönlichen Interessen, und wir stellen Ihnen ein individuelles Tourangebot zusammen. Diese Reise werden Sie nie vergessen!

 

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